Die Schlacht um Alesia

 

Der Aufstand der Gallier brach im Jahre 53 v.Chr aus, unter ihrem Führer Vercingetorix versuchten die gallischen Stämme unter Aufbietung all ihrer Kräfte das römische Joch abzuschütteln. Doch ihnen stand ein Gegner gegenüber, der nichts unversucht lassen sollte, um seine Macht zu erhalten: Julius Caesar.

 

 Vorgeschichte

 

Als der Aufstand ausbrach, war Caesar Stadthalter der jungen römischen Provinz, die er wenige Jahre zuvor in einem schwer umkämpften Feldzug erobert hatte. Der Zeitpunkt war von den Galliern klug gewählt, in einer Folge von Missernten war Caesar gezwungen, seine Truppen auf Nordostgallien verstreut in Winterquartiere zu verteilen, um die Versorgung sicher zu stellen. Im Winter 54/53 v.Chr griffen die Gallier zwei dieser Winterlager an und vernichteten eine Legion und fünf weitere Kohorten, indem sie die Römer aus ihren Lagern in einen Hinterhalt gelockt hatten. Eine weitere Legion konnte unter der Führung des Quintus Tullius Cicero trotz schwerer Verluste standhalten, bis Ersatz kam. 

 

Julius Caesar - by Howard David JohnsonCaesar hob eiligst Truppen aus und versuchte die Gallier einzuschüchtern. Währenddessen kam es in Gallien zu Massakern an römischen Bürgern und der Arvernerfürst Vercingetorix vereinte den Großteil der gallischen Stämme und stellte ein gewaltiges Heer auf.

 

Auf der römischen Seite blieb man allerdings nicht untätig, Caesar kehrte aus Italien zurück und suchte den Kampf mit den Aufständischen. Doch Vercingetorix erkannte Caesars Schwäche. Die Gallier suchten in befestigten Städten Zuflucht und ließen es zu keinem Kampf kommen, doch ihre Reiter und das System der verbrannten Erde machten die Versorgung für Caesar schwierig. Ähnlich wie Napoleon in Russland drohte Caesar nun eine Niederlage aus Mangel an Versorgung.

 

So blieb Caesar keine andere Möglichkeit, als die Befestigungen der Gallier anzugreifen. Nach einigen kleineren Erfolgen, die vorerst die Versorgung sicherstellen sollten, marschierte er mit seinem Heer auf die Avernerfestung Gergovia. Trotz der erfolgreichen Besetzung einiger wichtiger Hügel erlitt Caesar einen herben Rückschlag, als seine Truppen, sei es auf seinen Befehl, oder wie er selbst im Gallischen Krieg es ausdrückt "vom Erfolg beflügelt" eine vermeintliche Schwachstelle angriffen.

 

Caesar war gezwungen die Belagerung abzubrechen, doch Vercingetorix erlitt in einem anschließen Reitergefecht eine Niederlage gegen die Römer. Gewillt seinen Sieg von Gergovia zu erneuern zog sich Vercingetorix, gefolgt von Caesar, nach Alesia zurück.

 

 Die Schlacht

 

Schlacht um Alesia - Parragon VerlagCaesar war sich im klaren, dass er die gut befestigte Stadt mit ihren entschlossenen Verteidigern nicht im Sturm erobern konnte, also beschloss er sie einzuschließen. Vercingetorix versuchte diese Einschließung mit Hilfe seiner Reiter zu behindern, doch Caesar hatte germanische Reiter unter sein Kommando gebracht und gewann in den Reitergefechten die Überhand. Als Vercingetorix die Einschließung nicht mehr abwenden konnte, sandte er seine Reiter aus um weitere Truppen aufzubieten.

 

Caesar erkannte die Gefahr in die er sich begab, war aber dennoch fest entschlossen die Entscheidung herbeizuführen. So errichtete er um die gesamte Stadt einen doppelten Befestigungswall, um sich vor Angriffen von innen und außen schützen zu können. Der Wall bestand aus Lagern rund um die Stadt die mit Wällen verbunden waren. Auf beiden Seiten der Wälle waren Türme errichtet und Gräben angelegt worden, Spitzpfähle und andere Hindernisse sollten den Feind hinhalten.

 

Die Geschichte zeigte, dass Caesar gut daran tat solche Befestigungen zu errichten. Denn bald schon kehrten die ausgesannten Reiter mit zahlreicher Verstärkung zurück. Caesar berichtet uns von 250.000 Mann, die eingeschlossenen Gallier gibt er auf 70.000 und seine eigenen Truppen ebenfalls auf 70.000 Mann an. Diese Zahlen verdienen allerdings nur geringe Aufmerksamkeit, da Caesar sein Werk "der Gallische Krieg" vorwiegend dafür verwendete, seine Heldentaten zu rühmen. Die heutige Forschung geht davon aus, dass es sich vermutlich um 50.000 Mann Entsatz, 20.000 in der Stadt und 70.000 Römer handelte. Somit war eine ungefähre Zahlengleichheit gegeben, nur so ist es auch zu erklären, dass Caesar seine Postion halten konnte.

 

Denn er befand sich in einer äußerst gefährlichen Situation:

 

Seine Truppen sahen sich von zwei Fronten von Galliern attackiert. Die Eingeschlossenen koordinierten ihre Ausfälle mit dem Entsatzheer und nahmen die römischen Befestigungsanlagen in die Zange. 

 

Doch aller Gallischer Mut und Eifer zeigten keinen Erfolg gegen die überlegene römische Kriegsführung und die ausgeklügelten Befestigungsanlagen. Welle um Welle stürmten die Gallier gegen die Truppen Caesars an. Dennoch gelang es diesem mit Hilfe seiner zurückgehaltenen Verstärkung die Gallier an den Entscheidenden Punkten zurückzudrängen. Caesar befahl daraufhin seiner Kavallerie die Gallier zu umgehen und ihnen in den Rücken zu fallen. Dieses Manöver war für das bereits entmutigte Entsatzheer zu viel und die Gallier ergriffen die Flucht. Als die Belagerten sahen, wie ihre Verstärkung floh und von den verfolgenden Reitern Caesars niedergemacht wurde, zogen sie sich eiligst in die Stadt zurück.

 

 Folgen

 

Als alle Hoffnung auf Sieg geschwunden war, kapitulierten die ausgehungerten Gallier. Sie lieferten ihren Anführer aus, legten Caesar ihre Waffen zu Füßen und ergaben sich ihm.

 

Einige Gallier ließ Caesar frei, um die Loyalität ihrer Stämme zu gewinnen, doch viele andere endeten in der Sklaverei. Vercingetorix wurde von Caesar sechs Jahre lang gefangen gehalten und schlussendlich in einem Triumphzug in Rom zur Schau gestellt und erdrosselt. Nach der Niederlage bei Alesia war der Aufstand der Gallier am Ende.

 

Schlachten-Grafik von Parragon Verlag
Inhaltliche Hauptquelle: Schlachten von Christa Jörgensen

 

13. Juni 2009


Kommentare

avatar Referatteam
+13
 
 
danke für diese seite xD
avatar HHS
+19
 
 
Sehr hilfreiche und informative Seite, hat mir bei einer Präsentation in Latein sehr geholfen, auch die Bilder, Daumen hoch !
avatar buchweitz
+10
 
 
Jo war ein guter Text und sehr hilfreich aber das Bild zur Schlacht past nur zu der Schilderung von Caesar mit den 250000 Mann Entsatzheer. aber danke für die hilfe bei wikipedia gibt es auch viel hilfreiche sachen zu dem thema. also danke für die infos. maf buchweitz
Please login to post comments or replies.