Der erste Kreuzzug

 

Mit der Ausrufung des ersten Kreuzzuges begann im Mittelalter eine Zeit voller Krieg, Blut und Tod; das Zeitalter der Kreuzzüge. Ein Machtkampf zwischen West und Ost, Christen und Muslimen entbrannte. Herbeigeführt durch skrupellose Machtpolitik, die es verstand die Religion für politische Zwecke zu missbrauchen. Der erste Kreuzzug war geprägt vom Erfolg der Christen, der, auch wenn er nicht lange bestehen konnte, ausreichte um eine "Euphorie" für den "Heiligen Krieg" zu entfachen...

 

 

"...Bewaffnet euch mit dem Eifer Gottes, liebe Brüder, gürtet eure Schwerter an eure Seiten, rüstet euch und seid Söhne des Gewaltigen!"

erschallte es am 27. November 1095, Papst Urban II. hatte am Konzil von Clermont zum 1. Kreuzzug aufgerufen.

 

 Ursachen

 

Anlass für diese Worte gab es viele; 1. Kreuzzug1071 eroberten die Seldschuken das bis dahin arabische Jerusalem, am 19. August des selben Jahres schlugen sie die Byzantiner bei Mantzikert und behinderten damit den Strom der christlichen Pilger immer weiter. Da Alexios I. Komnenos der Kaiser der Byzantiner sein Reich durch die Seldschuken massiv bedrängt sah, wandte er sich in einem Hilferuf an den Papst. Diesem kam die Bitte nicht ungelegen, bedeutete doch ein Sieg über die Seldschuken gleichzeitig eine Ausdehnung der päpstlichen Macht auf das östliche Mittelmeer.

 

Aus diesen drei Anlässen, der Sicherung Jerusalems und seiner Pilger, die Unterstützung der Byzantiner und der Ausweitung der päpstlichen Macht entstand eine Idee; die Idee des Kreuzzuges.

 

Der Papst, der ursprünglich nur das geistige Oberhaupt des Christentums war, nutzte seine weltliche Macht um die Christen unter einem Banner zu vereinen. 

 

Nach der Ausrufung des Kreuzzugs 1095 erfasste die Gläubigen in ganz Europa eine Welle der Begeisterung. Rund 300.000 von ihnen machten sich sofort und völlig ungeordnet, in einem "Kreuzzug der Armen" auf den Weg.

 

 Ablauf

 

Im Frühjahr 1096 folgte ein Kreuzritterheer unter der Führung Gottfrieds von Bouillon. Die Interessen der Kreuzritter waren allerdings sehr unterschiedlich, Gottfried stritt ausschließlich für die Eroberung Jerusalems, andere Kreuzritter, unter ihnen auch Gottfrieds Bruder Balduin wollten Land gewinnen und neu ordnen.

 

Im Gegensatz zu den Volkskreuzzügen, die meist nicht mehr als die Plünderung jüdischer Gemeinden bewirkte, erreichten die Ritterheere ihr Ziel. Schon 1098 eroberten sie Edessa und Antiochia, 1099 Jerusalem und 1109 Tripolis.Die vier Kreuzfahrerstaaten waren gegründet.

 

1. KreuzzugGottfried von Bouillon wurde Herrscher des Königreich Jerusalems, dass als Lehenstaat gegründet wurde, und nimmt den Titel "Beschützer des Heiligen Grabes" an. Den Titel "König von Jerusalem" lehnt er ab, da er in der Stadt der Kreuzigung Christi keine Krone tragen möchte.
Die Grafschaft Tripolis wurde als Lehen des Papstes an Raimund von Toulouse vergeben. Die Grafschaft Edessa gelangte unter die Herrschaft Balduin von Boulogne, dem Bruder Gottfrieds. Indem er den regionalen Herrscher zwang ihn zu adoptieren, und dieser wenig später einem Mordanschlag zum Opfer viel.
Das Fürstentum Antiochia erhielt der Normanne Bohemund, der sich nach der Eroberung der Stadt unter den Mitstreitern durchsetzte.

 

 Weiterer Verlauf

 

Der erste Kreuzzug des Mittelalters kann wohl auch als einer der erfolgreichsten gezählt werden. Die Kreuzfahrer erreichten ihr Ziel, errichteten darüber hinaus noch die 4 Kreuzfahrerstaaten und schafften es, ihre neu gewonnenen Ländereien vorerst zu sichern. Diese Herrschaft war allerdings nicht von langem Bestand, trotz der Errichtung großer Burgen und weiteren Kreuzzügen zur Unterstützung gelang es den Kreuzrittern nicht ihre Macht zu bewahren.

 

 31. Mai 2009


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