Anfänge Roms - Der römische Ständekampf

 

Die Plebejer und die Patrizier, seit der Geschichte Roms ringen sie um die Macht innerhalb des Reiches. So auch in den Ständekämpfen am Beginn der römischen Ära. Die Patrizier wollen ihren Platz an der Sonne nicht kampflos aufgeben, doch die politische Gratwanderung zwischen der Unterdrückung der Plebejer und der vor allem militärischen Abhängigkeit der Patrizier geht nach hinten los. Es entbrennt ein erbitterter Ständekampf, dessen Ausgang die Basis der Expansion des Römischen Reiches bildet.


Der Schlüssel zum Erfolg des Römischen Imperiums liegt in den Händen beider Parteien. 

 

Die Plebjer errungen sich in diesem Kampf die berühmten 12-Tafelgesetzte, die lange Zeit das Grundelement des Römischen Rechts bildeten.

 

 

Der Stadtstaat Rom formte sich in den Anfängen aus zusammenwachsenden Dörfern, deren Bewohner einfache Bauern und Handwerker waren.

 

Ab 600 v.Chr. herrschten etruskische Könige über den expandierenden Stadtstaat, an ihrer Seite einflussreiche Ratgeber des römischen Adels, die Patrizier.

 

Nach der Vertreibung des letzten Etruskerkönigs Tarquinius Superbus 510 v.Chr. wurde Rom eine patrizische Republik, die auf Kollegialität und Annuität basierte. Damit Machtmissbrauch und eine Rückkehr zur Monarchie ausgeschlossen wurde, besetzten die Patrizier jedes Amt mit 2 gewählten Personen (=Kollegialität), das diese nur 1 Jahr ausüben durften (=Annuität).

 

Jedoch klaffte zwischen den wenigen, privilegierten Patriziern und der breiten Masse der Plebejer eine immer größer werdende Kluft. Der Adelsstand war auf die militärische Stärke des Fußvolkes angewiesen, räumte ihnen jedoch nur wenige Rechte ein, so war es unter anderem verboten, ein Mitglied des anderen Standes zu heiraten. Der Unmut der unterdrückten Plebejer entlud sich im Ständekampf im 4. und 5. Jahrhundert v.Chr. Nach jahrzehntelangen, blutigen Kämpfen, erzwangen die Plebejer mit dem Niederschreiben des Rechts in den „12-Tafelgesetzen“  450 v.Chr. endgültig  die Gleichberechtigung der Stände. Es wurde das Heiratsverbot aufgehoben und die Plebejer erlangten Zugang zu den höchsten Ämtern, dem Konsulat und dem Senat.

 

Roms Bevölkerung war erstmals vereint und konnte sich nun auf die Ausbreitung ihres Reiches fokussieren.

16. Mai 2009
Raphael Stocker


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