Welche Herrschaftsform ist die Beste?

 

In vielen Jahrtausenden Geschichte hat die Menschheit schon zahlreiche verschiedene Herrschaftsformen erlebt. Stellte sich in steinzeitlichen Sippen noch keine Frage der "Herrschaft" so entwickelte der Mensch doch sehr früh, im alten Ägypten und Mittelamerika, komplexe Systeme der Herrschaft. Große Monarchien, die häufig von Gottkönigen beherrscht wurden entstanden. Zwei-Königs-Systeme, wie im antiken Sparta, wurden erprobt, mit verschiedenen Räten ergänzt und wieder verworfen. Frühe Formen der Demokratien entstanden und gingen wieder unter.

 

 

Heute, in einer Welt die beinahe nur noch von Demokratien regiert wird, scheint sich die Frage nach der besten Herrschaftsform nicht zu stellen. Doch immer wieder nach so mancher Wahl schüttelt man den Kopf und stellt sich die Frage, ob die Herrschenden, nämlich das Volk, dazu überhaupt in der Lage sind.

 

Gerade wenn man wieder mitbekommt, wie das (Wahl)Volk durch Massenmedien manipuliert wird, seinen eigenen Verstand nicht nutzt und irgendwelche Politiker mit immer dümmeren Aktionen versuchen das Volk auf ihre Seite zu ziehen, scheint die Frage gar nicht so unangebracht.

 

Denn auch die Demokratie hat Makel, so könnte zum Beispiel keine Partei dieser Welt mit einem (durchaus sinnvollen) Sparkurs, zum Abbau der Schulden, einen Wahlkampf gewinnen. Für den Großteil des Wahlvolkes hat Sparen keinen Sinn, das Geld wird hier und jetzt gebraucht, nur das solch ein Verhalten die Schuldenberge in unermessliche Höhen treibt, ist kaum jemanden klar.

 

Als bei uns in Österreich die Regierung "Mehreinnahmen" durch die steigenden Benzinpreise (und damit verbundenen Steuereinnahmen) hatte, schrie sofort das ganze Volk auf "Wir wollen unser Geld zurück, der geizige Finanzminister sitzt auf seinem Geldberg." Karikaturen mit (damals noch) Wilhelm Molterer als Dagobert Duck tauchten auf, nur kaum einem war klar:

 

Niemand saß auf dem Geld, der einzige Effekt der "Mehreinnahmen" war, dass unsere Schulden etwas langsamer wachsen, dabei das "Geld zurück fordern" ist nicht mehr als ein Produkt von Medien und politischen Hetzern.

 

 

Eine Lösung für dieses Problem des "gelenkten Volkes", habe ich natürlich auch nicht. Am besten und einfachsten wäre, wenn die Wählerschaft den Verstand nutzt, Medien kritisch betrachtet und Aussagen von Politikern hinterfragt, doch leider schlägt Kants oft zitierte "Unmündigkeit" große Wellen.

 

Die Frage also lautet, wie könnte man sicher stellen, dass Menschen die Macht haben, die sie im Sinne des Volkes und des Staates mit Verstand regieren?

 

Eine relativ vollständige Liste der Herrschaftsformen findet ihr hier.

 

 31. August 2009


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