Israels humaner Krieg?

 

Immer wieder gerät Israel durch verschiedene Militäroperationen ins Kreuzfeuer der Menschenrechtler, verschiedene Verbrechen und zahlreiche zivile Opfer werden dem Land angelastet. Bei jedem Angriff auf seine Nachbarn, sei es auf der Jagd nach der Hisbollah oder der Hamas, gibt es Opfer, obwohl die Offensiven meist nur eine Reaktion auf den Raketenbeschuss und den Terror sind, sind doch wieder "die Juden schuld".

 

Leider scheint die Weltöffentlichkeit oft zu vergessen, dass Israel mit allen Mitteln zivile Opfer vermeidet und versucht ausschließlich den Terror zu unterbinden. Die Hisbollah und Hamas hingegen geht in ihren Angriffen gezielt gegen Zivilisten vor und schrecken dabei auch kaum davor zurück, die eigene Zivilbevölkerung als Schutzschild und medienwirksame Waffe einzusetzen.

 

Dass Israel dennoch auf die menschlichste Weiße (soweit Krieg menschlich sein kann) Krieg führt ist in der Geschichte beispiellos. Nicht nur aus moralischen Gründen, sondern auch um der wirksamsten Waffe der Terroristen, den Medien, möglichst wenig Nahrung zu liefern, wurden 1.000ende Anrufe getätigt, zahlreiche Flugzettel abgeworfen und so manche Operationen abgebrochen um Opfer zu vermeiden.

 

Leider findet dennoch weltweit häufig eine Opfer-Täter Verwechslung statt die durch die enorm verzerrende Wirkung der Medien entsteht. Es ist für kaum einen Menschen durchschaubar, wer "gut" und wer "böse" ist, verschiedene Quellen widersprechen sich, "bad news are good news" gilt ungebrochen und "zahlreiche Tote im Libanon" klingt besser wie "nur wenige Opfer bei Militärschlag". 

 

Auch für mich ist es an sich nicht möglich zu unterscheiden wer die "Guten" in diesem Schauermärchen sind, doch ist es aus der Natur der medialen Kriegsführung heraus nur selbstverständlich, dass Israel zivile Opfer mit allen Mitteln vermeidet, um sich nicht in ein schlechtes Licht zu rücken, aus diesem Grund glaube ich die Berichte von den Anrufen und Flugzetteln.

 

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Rede eines führenden britischen Offiziers der mit dem Satz: "Die IDF hat mehr getan, um die Interessen von Zivilisten in einer Kampfzone zu wahren, als jede andere Armee in der Geschichte der Kriegsführung" erneut aufrüttelt und die schwierige Lage Israels besser zu verstehen hilft.

 

Wenn auch seine Behauptung vom humansten Krieg der Geschichte, schwer zu überprüfen ist so hat er doch recht, wenn er die Besonderheit dieses Kampfes in der Geschichte betont.  Denn ein Kampf auf militärischer, psychologischer und medialer Ebene ist in dieser Dimension wohl Beispiellos. 

 

Die gesamte Rede des britischen Offiziers findet sich übersetzt auf Thomas Eppingers Blog "Standpunkte"

 

20. Oktober 2009 


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