Die Päpstin

 

Gerade neu im Kino angelaufen, schon ist die Verfilmung von "die Päpstin" umstritten. Der Film greift den mythischen Stoff von einer Frau auf dem Stuhl Petris auf und verkauft die Geschichte der "Päpstin Johanna" als wahre Geschichte. Ich hatte leider noch nicht die Zeit den Film zu sehen, werde aber sicher durch meinen Nebenjob im Kino noch so einiges davon mitbekommen.

 

Die Filmkritiken dazu widersprechen sich wie so häufig, kino-zeit.de urteilt über den Film:

"Ob nun wahr oder fiktiv, eins steht fest: Die Päpstin ist alles andere als ein langweiliger Historienschinken. Was hier gezeigt wird, ist der grandiose Triumph einer Frau in einer patriarchalischen Gesellschaft, Johannas Emanzipation gegenüber der Kirche aber auch gegenüber einem Mann, den sie liebt. Ein Kampf, den sie in 148 Minuten bravourös meistert und der jede Minute ohne Längen sehenswert ist.

 

Der Schweitzer Kollege von cineman.ch lässt daran kein gutes Haar:

Einige Szenen sind so penetrant symbolisch inszeniert, dass sie fast nur als Parodie gelesen werden können. Etwa, wenn genau in dem Moment, in dem Johanna in der Kirche gegen ihren Willen verheiratet werden soll, ein Angriff der Normannen stattfindet. Der Priester hält dem Angreifer zuerst die Bibel entgegen, die aber mit einem Hieb zweigeteilt wird. Danach trennt das Schwert des Normannen auch noch den Kopf des Priesters vom Körper ab. In einer anderen Szene wird durch eine Kerze ein Furz angezündet. Viel mehr als ein brennender Furz ist auch «Die Päpstin» nicht.

 

Sobald ich den Film gesehen habe, oder genaueres dazu weis, berichte ich euch natürlich davon.

 

Link

Offizielle Website

 

Nebenbei zum Thema Kino:

 

Einen Film den ich mir mehr oder weniger zwangsweise angesehen habe könnte auch noch für jemanden interessant sein. "Das weiße Band" läuft der Zeit ebenfalls in den Kinos. Der Film ist gewöhnungsbedürftig, da leider schwarz-weiß, einerseits schockiert er mit häuslicher Gewalt andererseits ließen mich die Aussagen so manches Familienvaters über seine Ehefrau sehr an Mario Barth denken^^.

Der Film spielt in einem protestantischen Dorf in Norddeutschland knapp vor dem Ausbruch des 1. Weltkrieges und handelt von Gewalt, "schwarzer Pädagogik" und einer Reihe von mysteriösen Vorfällen innerhalb der Gemeinschaft.

Das Ende wirkt leider selbst nach 2,5 Stunden sehr abgedroschen und ein wenig wie ein Krimi ohne Auflösung - Geschmackssache also.

 

22. Oktober 2009


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