Klimaforscher - die Untergangspropheten der Moderne?


Einen sehr tollen Artikel hat heute Thomas Eppinger auf seinem Blog "Standpunkte" geschrieben. Er kritisiert die "Lehre des vom Menschen verursachten Klimawandels" als neue Religion, den Handel mit CO2 Emissionen als Ablasshandel des 21. Jahrhunderts und stellt sich kritischer dem mittlerweile modernen Trend entgegen. Hier ein paar Auszüge:


"Was heißt, die Menschen würden heute an nichts mehr glauben? Zugegeben, die Kirchen sind nicht mehr ganz so voll wie in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts, zumindest nicht die christlichen, dafür treten sich die Leute in den Praxen der Homöopathen und Wünschelrutengänger auf die Zehen. Globoli machen wenn schon nicht gesund wenigstens glücklich, und wenn es ganz schlimm kommt, nimmt man Notfalltropfen aus dem Bach-Blüten Regal.

Die mit Abstand größte und populärste aller modernen Religionen ist jene des vom Menschen verursachten Klimawandels. Ihre Anhänger greifen nach der Weltherrschaft und können dabei auf breite Unterstützung zählen. Kein Wunder, die Welt zu retten ist ein ideales Betätigungsfeld für die Politik: man kann den Bürgern das Geld aus der Tasche ziehen und darf sich gleichzeitig im Beifall der Gläubigen sonnen. Das Beste dabei: man muss seine Versprechen erst in hundert Jahren einlösen. Das ist zwar nicht ganz so genial, wie die Erfüllung gleich ins Jenseits zu verschieben, aber immer noch deutlich länger als jede Legislaturperiode. CO2-Zertifikate sind der Ablasshandel des 21. Jahrhunderts, die „Klimaleugner“ sind die Ketzer von heute, ein Haufen „verantwortungsloser Krimineller“.[...]

Bis jetzt hatten sämtliche prophezeiten Öko-Katastrophen von der neuen Eiszeit bis zum Waldsterben eines gemeinsam: sie sind nicht eingetroffen. Die Erderwärmung findet seit zehn Jahren nicht mehr statt. Daten wurden manipuliert, Forschungsergebnisse verfälscht. Gründe genug, an den Untergangsszenarien zu zweifeln? Nicht, wenn es um die Verteidigung des wahren Glaubens geht. Den parareligiösen Absolutismus der Klimaalarmisten kritisiert auch der Ökonom Dr. Hans Labohm..."


Wenn seine Worte auch stellenweise etwas radikal klingen, so regen sie doch zum Nachdenken an. Denn er verteufelt ja nicht den Klimaschutz an sich, sondern den teilweise wirklich schon dogmatisch anmutenden Anspruch der Klimaforscher. Der Regenwald wird gerodet, Ackerland vernichtet, Lebensmittelpreise steigen, nur damit unsere Autos mit Biodiesel fahren und unser Gewissen beruhigen. Wenn man auch die "Theorie des vom Menschen verursachten Klimawandels" als wissenschaftliche Realität ansehen will und nicht als "Religion", so sollte man nicht vergessen, dass die Menschen im Mittelalter Gott auch nicht für eine "Möglichkeit" hielten. Gott war im Mittelalter wohl so Gewiss und so Allgegenwärtig wie für viele Menschen heute der Klimawandel. So versteht man auch, wie die Leugnung oder Kritik Gottes ähnliche Kritik hervorrufen, wie heute die selben Anschuldigungen bezüglich des Klimawandels.


Der Klimawandel beansprucht heute ein Dogma, eine Opferbereitschaft wie es sie seit dem absoluten Anspruch der Kirche im Mittelalter nicht mehr gab.  


Aus den Priestern wurden Klimaforscher, aus der Gotteslehre, die Lehre vom Klimawandel und Kritik wird heute wie damals nicht vertragen.

Dass der Mensch einen enormen Einfluss auf seine Umwelt hat steht außer Frage (siehe das Aussterben einiger Tierarten...) doch der Weltuntergang in wenigen Jahren, solange der Mensch nicht "Buse tut" ist wohl übertrieben. So wie die kirchliche Lehre im Mittelalter, die einen guten Kern besaß, Nächstenliebe und Gewaltlosigkeit, so ist auch der Grundgedanke des Umweltschutzes von zweifelloser Richtigkeit. Doch hier wie da kann man es auch übertreiben, die Klimaveränderung auf Kosten der dritten Welt ist kein Weg.



Sehr passend finde ich an dieser Stelle auch Eppingers Zitat am Ende:


"Ich glaube nicht, dass es in der Macht der Menschen liegt, sicherzustellen, dass sich das Klima nicht verändert, wie die Geschichte über Millionen von Jahren gezeigt hat. Und zweitens würde ich fragen, welchen Menschen – wo und wann – das Privileg zukommt, zu entscheiden, dass genau dieses Klima, wie wir es hier und heute haben, das beste Klima für alle anderen Menschen ist. Ich denke, das ist eine ziemlich arrogante Haltung.“


Der gesamte Artikel auf eppinger.wordpress.com


 24. November 2009



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