Historischer Dünger - Angewandte Archäologie

 

Foto: REUTERS/Larry Chan - standard.atEine seltsame Form von angewandter Archäologie wurde nach der Studie der Ägyptologin Salima Ikram im England des 19.Jahrhunderts praktiziert. Trifft die Theorie der Professorin an der Amerikanischen Universität Kairo zu, so verwendeten britische Bauern zu dieser Zeit einen sehr eigentümlichen Dünger.

 

1.000ende Tier- (vorwiegend Katzen-) Mumien  wurden in dieser Zeit gefunden und von der Archäologie als wertlos erachtet. Scheinbar griffen gerissene Geschäftsleute die vermeintlich wertlosen Funde auf und verschifften sie auf die Insel um sie dort wirtschaftlich zu verwerten.

 

Zerrieben landeten die Kuscheltiere der Toten so auf den britischen Feldern und dienten als "Dünger mit historischem Hintergrund" der Landwirtschaft. Die unglaubliche Summe von 180.000 Katzen Mumien soll 1888 verschifft und zermahlen worden sein. 

 

Die mumifizierten Haus- und Tempeltiere erlitten somit ein Schicksal wie es sich wohl kaum ein Ägypter auszumahlen vermochte. Heute hat man zum Glück den Wert der Tiere erkannt und bereits mehr als 130 Tierfriedhöfe erforscht.

 

Soviel zum Thema "Geschichte genießen", für mich stellt sich heute nur noch die Frage: "Hat's geschmeckt?" 

 

 

Nachtrag - Allerdings... wenn man bedenkt womit heute so gedüngt wird, sind Jahrtausend-alte Kätzchen ja mal eine richtige Abwechslung - und Garantiert Bio! 

 

27. Oktober 2009


Kommentare

Please login to post comments or replies.