Leonardo lässt grüßen

 

Derzeit ist Leonardo da Vinci wieder einmal das Thema verschiedener Spekulationen und Theorien. Eine davon beschäftigt sich mit der Identität der Mona Lisas.

 

Der Historiker Roberto Zapperi hält es für ausgeschlossen dass die Frau auf dem Bild Lisa del Giocondo, die Gattin eines florentinischen Kaufmannes ist. Denn der Auftraggeber des Bildes, der laut Zapperi der Bruder von Papst Leo X., Giuliano de Medici, ist, kannte die Gattin des Seidenhändlers nicht. Lisa del Giocondo, die bisher gemeinhin als Vorlage gilt, kommt somit nach der Meinung des Historikers nicht mehr in Frage.

Seinen Recherchen zu folge kann es sich dabei nur um Pacifica Brandani aus Urbino handeln, einer Geliebten des Auftraggebers. Diese war die Mutter seines unehelichen Kindes und starb bei der Geburt ihres Sohnes, der Vater dürfte nach dieser Theorie das Bild als Erinnerung an die Mutter für den jungen Knaben malen haben lassen.

Natürlich bleibt dennoch die Möglichkeit offen, dass es sich bei der Mona Lisa einfach um ein Idealbild der Frau handelt, die keine konkrete Person darstellt, der Kunstwelt bleibt also noch ausreichen Freiraum für Spekulationen.

 

Weiters machte Leonardo in den letzten Tagen durch eine andere Frau von sich reden. Auf einem Bild das bisher in das 19. Jahrhundert datiert, nun aber auf das 15. - 17. Jahrhundert korrigiert wurde, fanden Forscher einen Fingerabdruck, der mit höchster Wahrscheinlichkeit da Vinci zu zuordnen ist.

Ein Kunstsammler erwarb das Bild 1998 bei einer Versteigerung in London und bezahlte dafür 19.000 Dollar, sollte das Bild der Dame tatsächlich von Leonardo stammen, könnte es bis zu 100 Millionen wert sein, über die Identität der dargestellten Frau wird natürlich wieder einmal spekuliert.

 

Links:

 

"Mona Lisas" Identität erneut in Diskussion

Da Vincis Fingerabdrücke im Labor verglichen

 

15. Oktober 2009

 

 


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