Die Entdeckung des Jahres 2009 - Ein kleiner archäologischer Rückblick

 

Unglaublich, wir haben es geschafft! Wieder ein Jahr vorbei, 2009 ist Geschichte, 2010 Gegenwart, noch ein Jahrzehnt in dem die Welt, trotz Schweinegrippe, Finanzkrise und unfähigen Politikern nicht untergegangen ist! - Aber nicht nur dass, auch ein Jahr in dem zahlreiche archäologische Entdeckungen gemacht wurden, die neue Erkenntnisse hervorbrachten und uns zum Staunen und manchmal sogar zum Lachen gebracht haben.

 

Doch was war "die" Entdeckung? Welcher Fund hat euch am meisten beeindruckt? Was ist euch im Gedächtnis geblieben? Welcher Archäologe bringt das Jahr 2009 vielleicht in die Geschichtsbücher?

 

Um euch ein paar Denkanstöße zu geben und nicht ganz in der Menge an Funden untergehen zu lassen - tatsächlich war es eine ganze Menge - habe ich ein paar unterschiedliche Funde heraus genommen, die sich durch die ein oder andere Sache ausgezeichnet haben.

 

1. Die Venus vom Hohle Fels

 

Schon sehr früh im Jahr wurde die alte Dame von Hohle Fels gefunden und hatte gleich die Ehre, der erste Fund zu sein, über den History-Blog.at berichtet hat. Älter als die Venus von Willendorf und sogar noch älter als die "Fanny" (Venus) vom Galgenberg schlug die rüstige Dame mit einem stattlichen Alter von 35.000 Jahren zu Buche! Also Alter vor Schönheit? Oder doch etwas Anderes...

 

 2. Der römische Schiffsfriedhof an der italienischen Küste

 

Passend zu der Lady, die selbst nach 35.000 Jahren Schönheitsschlaf noch immer die alte ist, fand man wenig später nahe der "Insel der verbannten Frauen" einen römischen Schiffsfriedhof, der durch Rückschlüsse bezüglich der römischen Wirtschaft von sich hören lies. Was Pech für die fünf Handelsschiffe war, stellte sich als Glücksfall für die Archäologen heraus, einen weiterer Schiffsfund hingegen wollte offensichtlich niemand haben.

 

3. Das 600 Jahre alte Schiffswrack aus dem Bodensee

 

Ein 600 Jahre altes Fischerboot erspähte ein scharfsichtiger Schlittschuhläufer bereits im September 2006. Doch im Gegensatz zu den italienischen Leidensgenossen wurde dem mittelalterlichen Kahn weniger Ehre zu Teil. So barg man ihn zwar, doch als niemand mehr wusste was man mit 600 Jahre alten Holzstücken anfangen sollte, warf man ihn glatt zurück in den See um ihn "vor dem Verfall zu schützen". Ein tragischer Held der Archäologie! Einen anderer Fund, den man aber garantiert nicht wieder verschwinden lassen wird, machte der Brite Terry Herbert.

 

4. Angelsächsischer Goldschatz

 

Einen gewaltigen Schatz, der fünf kg Gold und 1,3 kg Silber umfasste, fand der arbeitslose Hobby-Schatzsucher. Ganz nebenbei machte der Fund den bis dahin eher spöttisch betrachteten "Indiana-Jones von Staffordshire" nicht nur berühmt sondern auch reich. Der Lotto 6er der Archäologie brachte ihm und dem Besitzer des Grundstückes, auf dem der Schatz gefunden wurde, auf einen Schlag 3,6 Millionen Euro ein. Also wenn das kein Schatz ist.

 

 

Natürlich gab es noch viele weitere interessante Funde, die jeder für sich besonders sind. Diese vier haben sich für mich ausgezeichnet, ihr könnt natürlich aber auch einen ganz anderen Fund zu "eurem Fund 2009" wählen. Stimmt dafür einfach entweder per Kommentar ab (vor allem wenn sich für euch ein anderer außerhalb dieser vier auszeichnet)  oder nehmt an der Umfrage teil.

 

Eine ganze Reihe (obwohl natürlich nicht alle) von Funden könnt ihr in der Kategorie "Archäologische Entdeckungen" nachsehen oder euch sonst quer durchs Internet googeln.

 

1. Jänner 2010


Kommentare

Please login to post comments or replies.