Google digitalisiert Museum - der Datenkrake greift weiter um sich

 

Der Standard hat vor kurzem von einem neuen Projekt berichtet das der Megakonzern Google zur Zeit in Angriff nimmt. In Zusammenarbeit mit dem irakischen Nationalmuseum werden derzeit die "Anfänge der Zivilisation" digitalisiert. Damit sollen die kulturellen Schätze, die auch durch die Plünderungen und Zerstörungen in Bagdad zu leiden hatten, aller Welt zugänglich gemacht werden.

 

Was an sich nach einer guten Idee klingt wird durch das Stichwort "Google" wieder dämonisiert. Denn der "Datenkrake" greift weiter um sich. Nachdem Google nun schon zahlreiche Bücher digitalisiert hat, unsere E-Mails nach werberelevanten Inhalten durchsucht und ständig unseren Planeten in noch höherer Auflösung scannt sind nun auch die Museen nicht mehr sicher.

 

Vermutlich wird es nicht nur bei dem Nationalmuseum des von den USA besetzten Irak bleiben, sondern auch bald weitere folgen. Digitalisierte Museen und eine Datenbank aller Kulturschätze wäre zwar sicherlich für Studenten und Kulturinteressierte aus aller Welt eine große Hilfe doch unter der Leitung eines privaten, gewinnorientierten Konzerns wie Google?

Da stellt sich doch die Frage ob man nicht die paar Euro für den Museumseintritt hat und sich die Schätze vor Ort lieber selbst ansieht.

 

Link

 

der Bericht auf Standard.at

 

3. Dezember 2009


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