Fest im Sattel für die Wissenschaft

 

Lanzenbruch beim Experiment - spiegel.de - Foto: David CrabbeVon einer sehr spannenden Form eines wissenschaftlichen Experimentes hat vor kurzem der Spiegel (online) berichtet. Mit Hilfe von originalgetreuen Rüstungen und Waffen versuchen Wissenschaftler dem "teuersten Sport des Mittelalters", dem Turnier, auf die schliche zu kommen.

 

Untersucht wird dabei in welcher Form die Entwicklung der Waffen und Rüstungen sich auf das Turnier ausgewirkt hat: "Wir wollen herausfinden, wie sich die Kampftechniken über die Jahrhunderte entwickelt haben", erklären Tobias Capwell, Kurator, und Alan Williams, Archäometallurge. "Wie veränderten neue Entwicklungen bei Rüstungen und Waffen den Kampf auf physischer Ebene?"

 

Mit wissenschaftlicher Methodik, Rüstung, Lanze und Pferd arbeiten die beiden an ihrem spannenden Projekt.  Dabei untersuchen sie auch alte Turnierrüstungen um Rückschlüsse auf die Wucht des Aufpralls zu bekommen und die Gefahr bei dem "Sport" beurteilen zu könne. Dabei kamen sie zu dem vorläufigen Schluss, dass bei einer Aufprallwucht von bis zu 200 Joule selbst eine moderne Schutzweste chancenlos gewesen wäre. 

 

Bei einem Stückpreis von 23.000 Euro für eine originalgetreue Tjostrüstung aus der Zeit Heinrich VIII, bleiben Mittelalteturniere zwar spannend wie eh und je, werden aber sich aber als Volkssport leider nicht so schnell durchsetzen.

 

Der ganze ausführliche Artikel auf Spiegel.de

 

14. November 2009


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