Pädophilie - eine kurze Geschichte des Kindermissbrauchs 

 

Passend zu den zur Zeit in den Medien sehr präsenten Fällen von Kindesmissbrauch, durch  kirchliche Würdenträger, veröffentlichte der Focus einen Artikel, der sich mit der Geschichte des Missbrauchs befasst. Darin beleuchtet er die sexuelle Ausbeutung Minderjähriger historisch und zeigt auf, dass solche Fälle in der Vergangenheit keineswegs eine Seltenheit waren.


Im Antiken Griechenland gehörte es für viele Adelige zum guten Ton sich einen "Lustknaben" zu halten, vor allem Sklavenkinder wurden ohne Rücksicht auf ihr Alter sexuell ausgebeutet.  Gab es zum Schutz der griechischen Jugend zwar Gesetzte, die zum Beispiel die Öffnungszeiten und das Zugangsrecht zur Schule regelten, um eine Prostitution der Schüler durch den Lehrer zu verhindern, gehörte es dennoch zur "vorehelichen Ausbildung" vieler Junger Männer, als Geliebte reicher Bürger "Erfahrung" zu sammeln.


War es in der oft so mystifizierten Antike, um den Schutz der Kinder schon so schlecht bestellt, verwundert es nicht, dass sich diese Praxis noch Jahrhunderte hielt und somit Sadisten und Pädophilen den Weg ebnete. Selbst aus dem 18. Jahrhundert ist überliefert, das sich Ludwig XV. ein privates Kinderbordell errichten lies, dass stets gut bestückt war, um seine Gelüste zu befriedigen.


Gerade jetzt, wo zur Zeit dieses Thema die Medien sehr beschäftigt, erscheint mir dieser historische Rückblick ganz angebracht. Kinder waren, als schwächstes Glied der Gesellschaft, schon immer Opfer von Ausbeutung und Missbrauch. Betrachtet man so die Geschichte, ist zwar noch viel zu tun, um Vorfälle, wie sie zur Zeit laufend bekannt werden, zu verhindern, doch genießen die Kinder heute einen Schutz, wie noch nie zuvor in der Geschichte.


Der ganze Artikel auf Focus.de 


10. März 2010


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