Historische Fehler in Filmen


Auf Spiegel.de habe ich vor kurzem ein interessantes Album gefunden, dass zahlreiche historische Fehler in Filmen aufzeigt. Dass jüdische Elitekrieger Hitler nicht ermordet haben (Inglorius Basterds), Xerxes keine Millionenkrieger mit gepanzerten Nashörnern in die Schlacht geschickt hat (300) und Wollharmamuts nicht 10.000 vor Christus die Pyramiden gebauten haben (10.000 BC) war ja irgendwie klar.


Dennoch eine ganz interessante Sammlung an Fehlern, die Frage die der Spiegel dabei aufwirft "Wie weit darf man Geschichte verfälschen?" ist wohl auch differenziert zu betrachten:


Denn je nachdem welchen Anspruch der Film erhebt kann man mehr oder weniger "Fälschung" tolerieren, 10.000 BC und Inglorius Basterds erheben ja keinerlei historischen Anspruch, es geht um völlig fiktive Geschichten die in irgendeine Zeit projiziert wurden (oder hat schon jemand historische Fehler bei Herr der Ringe gesucht?). Bei anderen Filmen hingegen, wie "Die letzte Schlacht" welche die Ardennenoffensive zum Thema hat, sollte man sich doch die Mühe machen und die Landschaft und Fahrzeuge eingermasen authentisch nachzustellen, was man da vom Spiegel liest klingt ja richtig schauderhaft (hab den Film selbst nicht gesehen):


Nur 20 Jahre später wurde der historische Wendepunkt unter dem Titel "Die letzte Schlacht" verfilmt. Abei wurden scheinbar alle Details über die Kampfhandlungen vergessen. Weder Jahreszeit noch Gelände entsprechen den Tatsachen. Während der Angriff in einer hügeligen Landschaft voller Bäume mitten im verschneiten Belgien stattfand, fanden die Dreharbeiten im milden Spanien statt - die Nachbildung der verschneiten Landschaft gelang eher schlecht als recht. Zudem wurden die Tiger- und Sherman-Panzer einfach durch neuere Modelle ersetzt, die nicht einmal die richtigen Farben hatten. Den ehemaligen Oberbefehlshaber der Alliierten und Ex-Präsidenten Dwight D. Eisenhower wurmten Ungenauigkeiten wie diese so sehr, dass aus dem Ruhestand eine Pressekonferenz einberief, um seinen Unmut über den Film zu äußern.


Link


Der Artikel auf einestages.spiegel.de


8. Januar 2010


Kommentare

Please login to post comments or replies.